“Sag deinen Freunden, dass es wieder Berg auf geht / raus aus dem Sumpf, bitte hier ist der Ausweg. / Endlich wieder Rap, den man tierisch laut aufdreht / weil man halt drauf steht, wenns unter die Haut geht. // Sag deinen Freunden, dass es wieder Berg auf geht / wieder Mukke die man auf repeat hört und aufdreht. / Wurde ja auch Zeit, dass denen jemand die Show stiehlt / und die Rechnung einfach wieder mal aufgeht.” UMSE – BERG AUF
Es geht wieder Berg auf mit deutschem Hip-Hop! Jahre lang habe ich nur das alte Zeug gehört, weil mir alles Neue meist zu Gangster, zu Comedy, zu belanglos war – wie hat Serdar Somuncu so schön gesagt: Fast Food Rap. Genau, es war Rap, belangloser Rap, der nur (wenn überhaupt) ab und zu mal Spaß gemacht hat – es war kein echter Hip-Hop!
Nicht alle alten deutschen Hip-Hop Acts haben aufgehört Musik zu machen aber viele von ihnen haben sich – sagen wir mal – nicht ganz so entwickelt wie ich mir das gewünscht hätte. In den letzten 1-2 Jahren meldeten sich dann ein paar alte Hasen zurück – mit echtem Hip-Hop. Besonders betonen möchte ich da DCS und ihr Album Silber, welches ich rauf und runter gehört habe. Ganz anders aber dennoch großartig ist das Album 90 von Aphroe, eine Homage an den Hip-Hop der Neunziger. Auch Spax und DJ Mirko Machine melden sich immer häufiger zurück und wer mich kennt, weiß sowieso dass ich Dendemann liebe und auch seine neuen Sachen feier.
Aber nur weil die “alten Hasen” weiterhin guten Hip-Hop machen, komme ich nicht von dem Gefühl los auf dem alten Zeug hängengeblieben zu sein. Ich gebe dem Neuen immer wieder eine Chance aber selten packt es mich und wenn, dann sind es ein bis zwei Lieder auf einem ganzen Album. Bis jetzt! Diesen Monat erschienen zwei Alben die aus meiner täglichen Playlist derzeit nicht mehr wegzudenken sind:
Zwei völlig unterschiedliche Alben, zwei völlig unterschiedliche Rapper und völlig unterschiedliche Beats. Dennoch zwei großartige Alben, die - Achtung jetzt wird es pathetisch - mich wieder an den (Wieder-) Aufstieg des deutschen Hip-Hop glauben lassen und letztendlich Auslöser für diesen Beitrag hier waren.
Sowohl UMSE als auch Megaloh haben vor den neuen Alben Musik gemacht. Während ich bei UMSE die alten Veröffentlichungen genauso feier wie das neue Album (vieles davon gibt es kostenlos bei SoundCloud) fällt das erste Album von Megaloh (Monster) für mich auch irgendwie eher in die Kategorie “belangloser Rap”. Schön zu sehen wie er sich weiterentwickelt hat.
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